Senioren-Tipps
Tipps zur Erhaltung der Lebensqualität und Selbständigkeit bis ins hohe Alter.
Die Angst davor, im Alter nicht mehr unabhängig zu sein und das Nachlassen der Fähigkeiten zu bemerken oder krank zu werden, hat zweifelsohne fast jeder Mensch.
Wichtig ist, die Hilfsmittel und Wege zu nutzen, um trotz einiger Hürden ein möglichst selbständiges Leben zu führen.
Was aber kann man tun?
Auf den nächsten Seiten gibt es Tipps von uns, alle unter dem Motto:
Akzeptieren Sie Hilfe und Hilfsmittel!
Tragen Sie eine Brille!
Auch die Sehfähigkeit nimmt meist im Alter ab, dies ist ein natürlicher Alterungsprozess der Augenlinse. Unternimmt man nichts dagegen, kann sich sogar eine beginnende Demenz sehr schnell verschlechtern. Eine Brille ist in solchen Fällen das entscheidende Hilfsmittel, um sich weiterhin im Alltag selbständig und sicher zu bewegen.
Lassen Sie sich von Augen-Arzt/Ärztin oder Optiker/in beraten.
Nutzen Sie ein Hörgerät!
Die Hörfähigkeit nimmt meist im Alter ab, dann leiden viele Menschen unter Schwerhörigkeit. Unternimmt man nichts dagegen, kann sich sogar eine beginnende Demenz sehr schnell verschlechtern. Ein Hörgerät, das richtig eingestellt ist, ist heutzutage fast unsichtbar und kann Ihre Lebensqualität um ein Vielfaches erhöhen. Sie können an Unterhaltungen aktiver teilnehmen und nehmen auch die beruhigenden Naturgeräusche (Vogelgezwitscher, Windrauschen, Bachplätschern wieder wahr. Sie bekommen wieder mehr Spaß an Aktivitäten in der Natur.
Lassen Sie sich von HNO-Arzt/Ärztin oder Hörgeräteakustiker/in beraten.
Akzeptieren Sie Hilfe!
Hilfe anzunehmen fällt nicht jedem leicht und muss oftmals erst erlernt werden.
- Nehmen Sie Hilfe an, von Familie, Freunden, Pflege- und Lieferdiensten.
- Nehmen Sie Hilfe an vom Staat, in Form von Pflegegeld, Verhinderungspflege, wohnumfeld-verbessernde Maßnahmen etc.
- Verbessern Sie Ihre Sicherheit durch Hausnotrufdienste, Bettaufstehhilfen etc.
Zahnersatz beanspruchen!
Die eigenen Zähne sind natürlich immer die besten, aber leider häufen sich im hohen Alter - selbst bei sorgsamer Mund- und Zahnpflege - die Probleme. Dies kann dazu führen, dass es zu Schwierigkeiten beim Sprechen oder richtig essen kommt.
Mit herausnehmbaren Zahnprothesen, festsitzendem Zahnersatz oder verankerten Hybridprothesen können Sie die Selbständigkeit und Lebensqualität im Alter erhalten bzw. erhöhen.
Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt/-ärztin beraten!
Haltegriffe in der Wohnung installieren!
Haltegriffe unterstützen beim Aufstehen nach dem Toilettengang, beim Treppensteigen, beim Ausstieg aus Badewanne oder Dusche, beim ins Bett gehen oder aus dem Bett aufstehen und gewährleisten auf diese Weise mehr Sicherheit.
Lassen Sie sich von Ihrem Sanitätshaus beraten!
Gehstock, Rollator oder Rollstuhl verwenden!
Die Sturzgefahr erhöht sich im Alter und die Beine werden schwerer, man hat mit eingeschränkter Gehfähigkeit zu rechnen.
Um mobil zu bleiben und die Lebensbedingungen zu verbessern, ist es wirklich sinnvoll, Hilfen zur Fortbewegung anzunehmen. Denn ein Spaziergang an frischer Luft ist herrlich und tut gut und man kann mit einem Rollator problemlos kleinere Einkäufe erledigen oder Freunde besuchen.
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter in Ihrer Nähe!
Ausgewogene Ernährung!
Du bist, was Du isst!
Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr (damit ist kein Alkohol gemeint!) helfen, ernährungsbedingte Krankheiten, z. B. Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck etc., vorzubeugen und erhöhen im Alter die Lebensqualität.
Ausreichend Bewegung!
Im Alter sollte man darauf achten, aktiv zu bleiben und sich im Alltag viel zu bewegen.
Dies dient dem Stressausgleich, stärkt das Immunsystem und beugt Krankheiten (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) vor. Außerdem hebt ausreichend Bewegung auch die Stimmung und kann somit vorbeugend für Depressionen sein.
Beugen Sie Krankheiten vor und gehen Sie zu den Vorsorgeuntersuchungen!
Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung von Krankheiten und sind stets gewissenhaft durchzuführen. Achten Sie zudem auf einen gesunden Lebensstil und meiden Sie zu viel Alkohol, denn der verträgt sich nicht mit eventuellen Medikamenten und Ihre Leber wird es Ihnen danken.
Meiden Sie auch Zigaretten, fette und zuckerhaltige Lebensmittel und sorgen Sie für ausreichend Schlaf!
Einkäufe und Getränke liefern lassen!
Das Einkaufen gehen kann mitunter für Senioren ziemlich anstrengend werden, oftmals ist es auch mit einer Autofahrt verbunden, die im hohen Alter auch gefährlich sein kann.
Immer mehr Supermärkte bieten Lieferdienste an; Betreuungsdienste bieten Einkäufe an, Getränke werden ins Haus geliefert. Ebenso gibt es Angebote wie "Essen auf Rädern" bzw. Lieferdienste von Mittagessen örtlicher Metzgereien.
Erkundigen Sie sich nach diesen Lieferdiensten, wenn für Sie der Einkauf so langsam zur Tortour
wird!
Auf ein Seniorentelefon umsteigen!
Die Fingerfertigkeit lässt im Alter nach, das Sehen fällt schwerer.
Ein Seniorentelefon verfügt über reduzierte Auswahl an Tasten, besonders großen Tasten, eine Hörgeräte- unterstützung und eine optische Anrufsignalisierung. Durch die wesentlich einfachere Bedienung des Telefons ermöglicht es Ihnen, weiterhin mit Ihrer Familie und Ihren Freunden in Kontakt zu bleiben.
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter in Ihrer Nähe!
In eine (andere) Wohnung umziehen!
Ein Haus mit verschiedenen Etagen oder eine sehr große Wohnung sind oftmals im Alter nicht mehr nötig und verursachen höhere Kosten und Arbeitsaufwand.
Eine moderne Wohnung - möglichst mit einem Gästezimmer für z. B. eine Betreuungskraft - erleichtert das Leben ungemein. Die Wohnung kann direkt an die eigenen Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst werden (bodengleiche Dusche, Haltegriffe etc.)
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Anbieter in Ihrer Nähe!
Kontakte pflegen!
Kontakte schaden nur dem, der keine nutzt!
Es ist wichtig, zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen, denn das fördert die Gesundheit und das Wohlbefinden. Verbringen Sie Zeit mit Menschen, die Ihnen gut tun. Gehen Sie in den Park, auf Veranstaltungen oder zum Seniorensport oder Bingoabend, Tagespflegezentren.
Zwischenmenschliche Beziehungen reduzieren u. a. das Risiko für Depressionen und Demenz.
10-Minuten-Aktivierung
Aktivierung ist in jedem Alter wichtig.
Es ist in uns Menschen verankert, sich mit Dingen zu beschäftigen und Hobbys nachzugehen.
Gerade für Menschen mit Demenz ist Aktivierung wichtig, dabei sollte immer die Biografie Berücksichtigung finden.
Wenn Menschen mit Demenz ausreichend beschäftigt sind, können sie zufriedener, ausgeglichener und ruhiger sein.
- Möglichst jeden Tag 1 x durchführen
- Dauer nicht länger als 20 min.
- Wiederholungen haben einen positiven Effekt
- Inhalte stets an die aktuellen Fähigkeiten, Biografie und Interessenten des Demenzkranken anpassen
- Gesprächsstoffe wie Krieg, Hunger, Vertreibung unbedingt vermeiden!


Materialiensichtung und Bennenung der Dinge in der Box

Biografieorientierte Fragen zu einem Artikel
aus der Aktivierungsbox stellen

Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen durchführen - Sinne aktivieren

Kleine, einfache Aufgabenstellungen als
Gedächtnistraining






Materialsichtung
Gemeinsam die Materialien in die Hand nehmen und die einzelnen Dinge namentlich benennen.
Jederzeit sind Geschichten aus dem Leben der Senioren gewünscht und gewollt.
Biografieorientierte Fragen
- Wie zünden Sie die Kerzen lieber an, mit dem Feuerzeug oder dem Streichholz?
- Zu welchen Anlässen haben Sie früher Kerzen angezündet?
- Hatten Sie früher zuhause eine Osterkerze, die das ganze Jahr über verwendet wurde?
- Hatten Sie eine Taufkerze, haben Sie sie noch?
- Welche Kerzen mögen Sie am liebsten
- An was denken Sie, wenn Sie den Geruch von frisch ausgepusteten Kerzen riechen?
- Haben Sie schon einmal Kerzen selber gezogen?
Sinnesübungen
- An den Kerzen riechen
- Die Kerzen in die Gläser, Ständer oder Teelichthalter stellen
- Wenn motorisch möglich, die Kerzen anzünden
- Die Kerzen wieder auspusten
- In der Adventszeit einen Kranz gestalten
- Kerzen mit Wachsplatten verzieren
Gedächtnistraining
- Die Gegenstände abdecken und auffordern, sich daran zu erinnern
- Fragen zu Gelegenheiten, wann Kerzen angezündet werden
- Fragen, ob Lieder einfallen, in denen Kerzen oder Kerzenschein vorkommt
- Wortspiel: Welche Wörter beginnen oder enden mit "Kerze"?






Materialsichtung
Gemeinsam die Materialien in die Hand nehmen und die einzelnen Dinge namentlich benennen.
Jederzeit sind Geschichten aus dem Leben der Senioren gewünscht und gewollt.
Biografieorientierte Fragen
- Waren Sie schon einmal am Meer?
- Haben Sie bei Ihrem Strandspaziergang Muscheln gesammelt?
- War es sehr windig am Meer?
- Hat es Ihnen gefallen, barfuß durch den Sand zu laufen?
- Haben Sie auch schon Muscheln gegessen - und wenn ja, welche? (Miesmuscheln, Austern...)
Sinnesübungen
- An den Muscheln riechen und sie aneinander reiben
- Die Muscheln im Sand verstecken
- Mit den Händen im Sand buddeln und die Muscheln wieder heraussuchen
- Die nackten Füße in den Sand stecken oder mit Sand berieseln
- Sandalen anziehen und Hut und Sonnenbrille aufsetzen und im Spiegel anschauen
Gedächtnistraining
- Die Gegenstände abdecken und auffordern, sich daran zu erinnern
- Fragen, ob Lieder einfallen, in denen das Meer, die Muscheln oder die Sonne vorkommen
- Dinge von A - Z benennen, die man am Strand finden und machen kann














