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„Ich bin oft einsam!“
Dieser Satz ist häufig zu hören, wenn wir Beratungstermine bei Senioren durchführen.
Es bereitet uns große Freude, wenn wir in der Lage sind, aus dieser Einsamkeit herauszuhelfen und den Senioren durch eine Betreuungskraft wieder Gesellschaft, Freude und Unterhaltung zu bieten.
Es ist wichtig zu beachten, dass mangelnde Kommunikation mit anderen Menschen auch negative Auswirkungen auf die geistige Gesundheit haben kann. Daher sind Gespräche und ein liebevolles Miteinander die effektivsten Maßnahmen, um beispielsweise Demenz vorzubeugen.

Demenz bezeichnet den Verlust von kognitiven Fähigkeiten. Je weiter sie voranschreitet, umso mehr wird das Leben und die Aktivität der betroffenen Person beeinträchtigt.
Demenz ist nicht heilbar - sie kann aber verlangsamt werden.


Ursachen einer Demenzerkrankung:
Die Ursachen für eine Demenzerkrankung sind noch nicht komplett erforscht, es spielen allerdings drei wichtige Faktoren eine große Rolle:
- Lebenserwartung
Im Durchschnitt haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer.
Das Risiko für Demenz steigt mit dem Alter.
- Hormonelle Unterschiede
Eine chinesische Studio zeigt, dass das weibliche Sexualhormon Östrogen essenziell für den
Hirnstoffwechsel eine Rolle spielt. Es ist u. a. auch für den Schutz der körpereigenen Proteine wie C3
verantwortlich. Ist das Protein verändert, z. B. durch das alters-bedingte Absinken des Östrogenspiegels,
kann dies zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn führen.
- Psychische Gründe
Ebenfalls eine Rolle können unterschiedliche Lebensstilfaktoren spielen. Einige Studien haben ergeben,
dass Frauen häufiger an Depressionen leiden, was wiederum mit einem erhöhten Demenzrisiko in
Verbindung gebracht wird.
Unterschiede der Symptome bei Frauen und Männern:
(Die Unterschiede sind jedoch nicht eindeutig und können stets variieren.)
- Symptompräsentation
Frauen neigen häufig eher dazu, als erstes Demenzsymptom Gedächtnisprobleme zu erleben. Bei Männern
beginnt die Demenz häufig eher mit Verhaltensänderungen oder Problemen bei der räumlichen
Orientierung.
- Sprachliche Fähigkeiten
Die sprachliche Beeinträchtigung ist bei Frauen meist größer beeinträchtigt und zeigt sich durch
Wortfindungsschwierigkeiten und Problemen beim Ausdrücken von Gedanken.
Männer haben eher Schwierigkeiten, komplexe Aufgaben zu planen und auszuführen.
Kann man einer Demenz vorbeugen?
Es gibt keine Garantie, Demenz verhindern zu können, aber es man kann durchaus versuchen, das Risiko zu verringern durch:
- gesunder Lebensstil
- ausgewogene Ernährung
- regelmäßige körperliche Aktivität
- ausreichend Schlaf
- Verzicht auf Rauchen
- Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum
- geistige Aktivitäten (Lesen, Rätsellösen)
- Erlernen neuer Fähigkeiten
- Soziale Interaktion
- gute psychische Gesundheit
- regelmäßige Gesundheitskontrollen

Demenz ist ein Leid, vor dem sich die meisten Menschen fürchten.
Wichtig ist vor allem eine frühe Diagnose, um so Maßnahmen ergreifen zu können, den geistigen Verfall zu bremsen.
Doch nicht immer ist das Ergebnis eines “Demenz-Tests” auch ein Beweis für eine Demenz. Es kann auch ein Hinweis auf ein anderes gesundheitliches Problem vorliegen.
Die am weitesten verwendeten Demenztest sind:
- Uhrentest
- DemTect-Test
- Mini-Mental-Status-Test (MMS)

Uhrentest:
Der Patient wird gebeten, das Ziffernblatt einer Uhr zu zeichnen und eine bestimmte Uhrzeit einzutragen. Je ungenauer das Bild erscheint, umso mehr Punkte (1 - 6) werden vergeben.
Werte von mehr als 3 Punkten gelten als Hinweis auf Demenz.
- Ist die Uhr perfekt = 1 Punkt
- Abstände zwischen Ziffern unregelmäßig oder
außerhalb des Ziffernblatts = 2 Punkte
- Uhr ist fehlerhaft oder nur ein Zeiger gezeichnet = 3 Punkte
- Alles ist durcheinander gezeichnet = 4 - 5 Punkte
- Keine Uhr = 6 Punkte
DemTect-Test
Dieser Test besteht aus fünf Teilen, anhand derer verschiedene kognitive Fähigkeiten getestet werden.
- Wortliste wiederholen (2 x)
- Zahlen und Zahlwörter umwandeln
- Supermarkt-Aufgabe
- Zahlenfolge rückwärts wiederholen
- Wortliste aus Aufgabe 1 wiederholen
Am Schluss erhalten alle Teilergebnisse einen entsprechenden Punktewert lt. einer Umrechnungstabelle und werden addiert. Maximal erreichbar sind 18 Punkte
13 - 18 Punkte = altersgemässe kognitive Leistung
9 - 12 Punkte = leichte kognitive Beeinträchtigung
8 - 0 Punkte = Demenzverdacht
MMS
Dieser Test besteht aus einem kurzen Fragebogen zur aktuellen Zeit (Jahr, Jahreszeit, Datum, Wochentag), derzeitiger Ort (Bundesland, Stadt, Stadtteil, Klinik, Praxis, Stockwerk etc.).
Zudem wird die Merkfähigkeit getestet, in dem drei verschiedenartige Begriffe wiederholt werden müssen, die der Tester langsam vorspricht.
Die Fähigkeit zu rechnen wird überprüft, z. B. “Zählen Sie beginnend mit 100 in Siebener-Schritten rückwärts."
Maximal erreichbar sind 30 Punkte.
30 - 27 Punkte = altersgemässe kognitive Leistung
26 - 24 Punkte = leichte kognitive Beeinträchtigung
23 - 21 Punkte = leichter Demenzverdacht
20 - 11 Punkte = mittelgradige Demenz
10 - 0 Punkte = schwere Demenz

Sind Sie als pflegende Angehörige überlastet?
Pflegende Angehörige besetzen oftmals eine Doppelrolle. Sie sind nicht nur die Unterstützungsperson des Betreuungsbedürftigen, sondern müssen auch so nebenbei noch ihr eigenes Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistern und sich um die eigene Kernfamilie, ihre Arbeit, Kinder und Enkelkinder und um ihre eigene Gesundheit kümmern.
Diese Mehrbelastung im Alltag bringt viele an ihre Grenzen und führt zu Überforderung und zu seelischer Belastung.
In solchen Situation sind wir zur Stelle und können Sie mit einer Betreuungskraft unterstützen.
Damit Sie weiterhin
Zeit für die schönen Dinge im Leben
haben und die
"Quality-Time"
mit ihren Liebsten
genießen können!

INKONTINENZ
INKONTINENZ=
Verlust der Kontrolle über Harn oder Stuhl
Die Harninkontinenz wird umgangssprachlich aus als "Blasenschwäche" bezeichnet. Allerdings ist die Blase nicht immer die Ursache hierfür.
Die Harninkontinenz unterscheidet sich in verschiedene Formen:
- Belastungsinkontinenz / Stressinkontinenz
Auslöser ist hier körperliche Belastung (Anheben schwerer Gegenstände, Husten, Lachen, Niesen).
- Dranginkontinenz
überfallartiger Harndrang - teils mehrmals pro Stunde.
- Reflexinkontinenz
Es fehlt das Gespür, ob die Blase voll ist und oftmals ist der Betroffene auch nicht mehr in der Lage, die
Entleerung zu steuern, die Blase entleert sich in unregelmäßigen Abständen von selbst, nur meist nicht
vollständig.
- Überlaufinkontinenz
Bei voller Blase fließen kleine Mengen Urin ab und die Betroffenen verspüren außerdem meist einen
permanenten Harndrang.
- Extraurethrale Harninkontinenz
Hier erfolgt der Urinabgang nicht über die Harnwege, sondern durch andere Öffnungen.
Die Ursachen für eine Inkontinenz sind vielfältig.
Meist beruht die Harninkontinenz auf eine Störung im fein abgestimmten System aus Blasenmuskulatur, Schließmuskeln und Beckenbodenmuskulatur und sind begründet in einem Fehler in der Signalübertragung der beteiligten Nervenzellen.
Auch Harnsteine, vergrößerte Prostata, Nervenverletzungen/-reizungen, Tumore und neurologische Erkrankungen (MS, Schlaganfall, Alzheimer) können die Ursache sein.
Heutzutage gibt es gute Therapiemöglichkeiten für Inkontinenz, z. B.
- Beckenbodentraining
- Toilettentraining
- Elektrotherapie
- Medikamente
- Operation
- Schrittmacher
- Behandlung der Grunderkrankung
Wichtig ist, dann man zum Arzt geht, wenn die Beschwerden auftreten, spätestens, wenn sie einen belasten.
Die Diagnostik erfolgt u. a. durch:
- gynäkologische Untersuchung
- Ultraschall
- Urin- und Blutuntersuchung
- urodynamische Untersuchung (Bestimmung der Blasenfunktion)
- Blasenspiegelung
- Darmspiegelung (bei Stuhlinkontinenz)
- Stress- und Vorlagentest
Hilfsmittel:
- Vorlagen in verschiedenen Saugstärken
- Einmal-Schlüpfer mit enthaltenen Vorlage
- Inkontinenz-Slips
- bei Männern: Urinal-Kondom
Vorbeugung:
- regelmäßiger Toilettengang
- Übergewicht reduzieren
- Beckenbodentraining
- blasenfreundliche Ernährung
- Entspannungstechniken

PARKINSON
Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung.
Symptome von Parkinson:
- Muskelstarre und Muskelzittern
- verlangsamte Bewegungen bis hin zur Bewegungslosigkeit sowie eine Haltungsinstabilität
Die Parkinson-Erkrankung setzt meist zwischen dem 50. und 60 Lebensjahr ein. Ganz selten sind auch jüngere Personen ab 40 Jahren betroffen.
Per dato gibt es noch keine Möglichkeit der Verhinderung oder vollständig aufhaltenden Behandlung des Parkinson-Syndroms.
Gezielt lassen sich einige Symptome behandeln, so dass die Patienten vor allem in den ersten Jahren, teils auch Jahrzehnten nach der Erkrankung noch ein fast ungehindertes Leben führen können.

ALZHEIMER
Bei Menschen mit der Alzheimer-Krankheit, auch Alzheimer-Demenz genannt, verschlechtert sich im Laufe der Zeit immer mehr das Erinnerungs- und Orientierungsvermögen.
Typische Symptome sind Störungen von
- Gedächtnis
- Sprache
- planerisches Denken und Handeln
- Alltagskompetenz
- Wahrnehmung
- örtliche und zeitliche Orientierung
Auch, wenn es normal ist, dass im Alter vieles etwas langsamer geht, die Leistungsfähigkeit des Gehirns abnimmt und ältere Menschen etwas mehr Zeit brauchen, Neues zu Lernen oder sich an Altes zu erinnern bzw. es schwer fällt, verschiedene Dinge im Alltag gleichzeitig zu erledigen, so ist es dennoch wichtig, die Alzheimer-Anzeichen frühzeitig zu erkennen, damit frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden kann.
Die derzeit verfügbaren Medikamente wirken am besten zu Beginn der Krankheit.
Bereits mit 25 Jahren können schon die ersten Symptome auftreten, die Ursachen hierfür sind
bislang noch nicht eindeutig geklärt.
VERLAUF:
- Leichte kognitive Störung
Es bestehen nur leichtgradige Gedächtnisveränderungen, die nicht wesentlich auffallen, in Gedächtnistests
jedoch nachweisbar sind. Der Alltag kann noch ohne Hilfe gemeistert werden, die Arbeitsfähigkeit ist
gegeben und wird durch höhere Anstrengung und Konzentration ausgeglichen.
2. Frühes Stadium
Es treten erste Störungen des Kurzzeitgedächtnisses auf, Informationen können nicht mehr gut gemerkt
werden, es bestehen Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen, es werden Gegenstände verlegt. Die richtigen Worte werden nicht gefunden, es wird mitten im Satz der “Faden verloren”. Es treten erste Schwierigkeiten bei der räumlichen und zeitlichen Orientierung auf.
Einfache Alltagsaufgaben, wie Einkaufen, Essen kochen, Wäsche aufhängen können noch alleine bewältigt
werden. Bei komplizierteren Anforderungen, wie Behördenschreiben, Banküberweisungen, wird
Unterstützung benötigt.
Der Patient merkt, dass etwas nicht stimmt und zieht sich immer mehr zurück, meidet neue Situationen. Es
folgen oftmals Depression, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen.
3. Mittleres Stadium
Jetzt wird die Krankheit offensichtlich, denn neben dem Kurzzeitgedächtnis ist nun auch Langzeitgedächt-
nis betroffen. Die Erinnerung an den früheren Beruf, die Kinder und deren Partner oder an wichtige
Ereignisse aus dem Leben, ist nicht mehr gegeben. Nur frühe Erinnerungen an die Kindheit und Jugend
tauchen manchmal schlagartig auf und es scheint so, als würden sie gerade erst erlebt.
Die zeitliche und räumliche Orientierung fällt schwer. Vertraute Gesichter werden nicht mehr erkannt. Eine
selbständige Lebensführung ist nicht mehr möglich. Oftmals treten Unruhe und Nervosität auf, der Schlaf-
Wach-Rhythmus ist oftmals massiv gestört.
Diese Orientierungs- und Hilflosigkeit schlägt oft in Misstrauen, Gereiztheit, Nervosität und aggressive
Ausbrüche um.
4. Spätes Stadium
Im letzten Krankheitsstadium kommt es zu einem körperlichen Abbau.
Das Sprechen fällt schwer, das Kauen, Schlucken und Atmen wird immer mühsamer. Kontrollverlust von
Blase und Darm. Weiterhin nimmt die Mobilität ab, es folgen Versteifungen von Gliedmaßen und können
Krampfanfälle auftreten. Die Pflegebedürftigkeit ist nun rund um die Uhr erforderlich.
Weil das Immunsystem geschwächt ist, steigt die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.
Oftmals sterben die Alzheimer-Patienten an Atemwegsinfektionen.

DIABETES
Diabetes mellitus ist ein Sammelbegriff. Er beschreibt vielfältige Störungen des menschlichen Stoffwechsels. Das Hauptmerkmal ist eine chronische Hyperglykämie (Überzuckerung), daher spricht man von Zuckerkrank-heit.
Auslöser können sehr unterschiedliche Störungen der Insulinwirkung an wichtigen Organen wie Gehirn, Leber, Muskulatur und Fettgewebe sein.
Man unterscheidet zwischen
- Typ-1-Diabetes
- Typ-2-Diabetes
- Schwangerschaftsdiabetes
- LADA und MODY
Beeinträchtigungen/Folgeerkrankungen:
Diabetes kann zu chronischen und akuten Komplikation-en im Körper führen. Eine Diagnose des Diabetes muss unbedingt ernst genommen werden.
- Akute Komplikationen sind
- Infektionen (Schleimhäute, Haut, Luft- und Harnwege)
- schwere Überzuckerungen bis hin zum Zucker-Koma
- Unterzuckerung
Chronische Komplikationen entwickeln sich über die Jahre schleichend.
SYMPTOME:
Typ-1-Diabetes
- übermäßiger Durst
- häufiges Wasserlassen
- Müdigkeit/Abgeschlagenheit
- allgemeine Schwäche
- Hunger/Appetitlosigkeit
- plötzlicher Gewichtsverlust
- schlecht heilende Wunden
- erhöhte Infekt-Anfälligkeit
- “Verschwommensehen”
Typ-2-Diabetes
- Müdigkeit, Leistungsschwäche, Antriebsarmut
- Depressive Verstimmungen
- Störungen der Merkfähigkeit und Konzentration
- Allgemeine Infektionsneigungen
- Juckreiz
- Hunger, Polyphagie
Risikofaktoren:
- Menschen über 45 Jahre
- BMI mit einem BMI > 27 kg/m²
- Menschen mit Bluthochdruck
- Menschen mit Fettstoffwechselstörungen
- familiäre Vorbelastung
- Menschen mit koronarer Herzerkrankung oder Durchblutungsstörungen des Gehirns
- Frauen, die eine Schwangerschaftsdiabetes hatten
- Frauen mit POC (Polyzystischem Ovar-Sandrom)
- Rauchern
- Menschen, bei denen schon mal erhöhte Blutzuckerwerte gemessen wurden
Mögliche organische Folgeerkrankungen:
- Herzerkrankungen
- Schlaganfall
- chronische Fußwunden - bis zu Amputationen
- Nierenversagen
- Sehstörungen
- Nervenstörungen
Auch die Psyche leidet mit, denn ein Mensch mit Diabetes ist weitgehend für seine komplexe Behandlung allein verantwortlich. Anzeichen einer psychischen Reaktion können weniger Appetit, erhöhte Ermüdbarkeit, Schlaf-störungen, Antriebslosigkeit, Partnerprobleme, Konzen- trationsprobleme, Interessensverlust, Schuldgefühle und Gefühle der Minderwertigkeit sein.

STIMME
Ab dem 60./65. Lebensjahr reduziert sich der Stimmumfang und die Sprechstimmlage verändert sich.
Die Stimme klingt nicht mehr so kraftvoll, resonanzarm und heiser und ermüdet schnell. Außerdem kann es zum Anschwellen der Stimmlippen oder einem Verlust der Muskelmasse, sowie Kollagenveränderungen kommen.
Bei Frauen wird die Stimme oftmals tiefer; bei Männern eher höher. Die Stimme kann auch zittriger werden.
Bei vielen Menschen entsteht ein Räusperzwang, ein
Verschleimungsgefühl und es können auch Schluckstörungen entstehen.
Die Erkrankung Presbyphonie bezeichnet eine krankhafte Altersstimme, die brüchig und heisern ist.
Es folgen Einschränkungen in der Kommunikation, die oft zu sozialer Isolation, Depression und Frustration führen.
Falls es für die Presbyphonie keine medizinischen Gründe (Verkalkung des Kehlkopfes, Epilepsie, Reflux, Schlaganfall) gibt, kann auch eine Ursache das soziale Umfeld sein.
Wenn die Stimme nicht genutzt wird, verkümmert sie.
Ältere Menschen leben oft allein und haben weniger soziale Kontakte.
Wie können die Symptome gelindert werden?
- durch gezielte Logopäde in Verbindung mit einer Atemtherapie
- durch Stimm- und Artikulationsübungen
- durch Nikotinverzicht
- Raumluft sollte feucht gehalten werden
- Singen, laut lesen, viel sprechen
- Soziale Kontakte erhöhen

ASTHMA
Asthma ist eine chronische Entzündung der Bronchien mit anfallsartiger Verengung der Atemwege
Die Betroffenen leiden an
- anfallsartiger Atemnot
- Husten
- Kurzatmigkeit
- Engegefühl in der Brust
- Atemgeräusche
- mühsames Ausatmen
- akutem Asthmaanfall
AUSLÖSER bei allergischem Asthma:
- Tierhaare
- Pollen
- Staub
- Nahrungsmittel
AUSLÖSER bei nicht-allergischem Asthma:
- Atemwegsinfektion
- Anstrengung
- Kälte
- Tabakrauch
- Medikamente
- Stress
Ein angepasster Lebensstil, das Meiden von Allergenen und Medikamente zur Dauerbehandlung helfen, die Symptome zu lindern. Manchmal ist Asthma sogar heilbar.

SCHLAGANFALL
Der Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag) ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn.
Mögliche Anzeigen eines Schlaganfalls:
- Lähmungs- und Taubheitsgefühle in einer Körperhälfte
- plötzliche auftretende Seh- und Sprachstörungen
- Kopfschmerzen, akut und stark
- Schwindel, akut und stark
- Wesensveränderungen
Ursachen:
Ein Blutgerinnsel oder eine Hirnblutung verursacht eine verringerte Durchblutung des Gehirns. Manchmal sind auch Gefäßentzündungen, Embolien oder angeborene Blutungs- und Gerinnungsstörungen der Auslöser.
Auslöser:
- ungesunder Lebensstil
- Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen
- genetische Veranlagung
- Alter
- Hormontherapien
FAST-TEST (Schlaganfall-Test)
Face: Lächeln oder Stirn runzeln
Arms: Beide Arme ausstrecken und dann die Handflächen umdrehen
Speech: Einfachen Satz nachsprechen
Time: Patient fragen, wie lange die Symptome schon bestehen
Der Patient muss schnellstens ärztlich behandelt werden, sonst sterben so viele Gehirnzellen ab, dass der Patient bleibende Schäden wie Lähmungen oder Sprachstörungen davontragen kann - oder gar stirbt.

MULTIPLE SKLEROSE (MS)
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark).
Häufige Symptome:
- Taubheitsgefühl und/oder Kribbeln in den Beinen oder Armen
- Probleme bei der Darm- oder Blasenentleerung
- starke Müdigkeit und rasche Erschöpfung
- Gleichgewichtsstörungen / Gangstörungen
- Sprechstörungen
- Sehstörungen auf einem Auge
- ganz selten treten Lähmungserscheinungen auf
Multiple Sklerose tritt in der Regel im frühen Erwachsenenalter auf, manchmal auch schon im Kindesalter - ganz selten im höheren Erwachsenenalter.
Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Vermutung der Medizin liegt auf hormonelle Einflüsse.
Die Symptome einer MS treten in der Regel schubweise auf, es wechseln sich Phasen guter Gesundheit mit akuten Schüben ab. Keine MS gleicht der anderen, die MS hat viele Gesichter.
Die Multiple Sklerose (MS) ist nicht heilbar.
Der Verlauf lässt sich mit Medikamenten verlangsamen und abschwächen.
Es gibt folgende Therapien:
SCHUBTHERAPIE
Behandlung eines akuten Schubs - überwiegend mit
Kortisonpräparaten
BASISTHERAPIE
langfristige Immuntherapie mit Immuntherapeutika
SYMPTOMATISCHE THERAPIE
Linderung der Beschwerden

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SEHBEHINDERUNG
Besonders im Alter gehört schlechtes Sehen zum Alterungsprozess hinzu.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind wichtig, um Augenerkrankungen auszuschließen, die zu Sehbehinderung oder Erblindung führen.
Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist hier wichtig.
Drei Krankheiten sind in Deutschland überwiegend verantwortlich:
- altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
- grüne Star (Glaukom)
- Schädigung der Netzhaut durch Diabetes mellitus (Diabetische Retinopathie)
Häufige Folgen des Sehverlustes bei älteren Menschen:
- Depression
- Sturzgefahr
- falsche Medikamenteneinnahme
- Orientierungsprobleme
- ungewohntes Aussehen
- häufige Augen- und Kopfbewegungen
- Veränderung des Verhaltens
Geeignete Hilfen bei Sehproblemen:
- Anpassungen des Wohnumfelds durch optische und elektronische Hilfsmittel, z. B. Licht, klare Farben
- individuell angepasste Brillen oder Sehhilfen (Lupen)
- Bildschirmlesegeräte, Telefone mit großen Tasten, sprechende Uhren und Waagen etc.
Weitere Informationen erhalten Sie z. B. unter
www.gesund.bund.de, einer Seite des Bundesministeriums für Gesundheit

BLUTSPENDEN
Als Blutspende bezeichnet man die freiwillige Abgabe einer gewissen Menge an Blut.
Das Blut wird nach der Spende untersucht und nach der Aufbereitung für medizinische, pharmazeutische und wissenschaftliche Zwecke verwendet.
Es gibt folgende Arten der Blutspende:
VOLLBLUTSPENDE:
Es werden ca. 500 ml. Blut aus der Vene entnommen. Das Blut wird konserviert, untersucht und in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt. Diese werden dann in einer Blutbank eingelagert
EIGENBLUTSPENDE:
Für den eigenen Bedarf bei einer geplanten Operation wird 2 - 6 Wochen vor eine Operation Blut abgenommen.
EINZELNE BESTANDTEILE z. B. BLUTPLASMA:
Es werden bei der Blutspende nur einzelne
Blutbestandteile herausgefiltert und der Rest
wird dem Körper wieder zugeführt.
Grundvoraussetzungen für eine Blutspende in Deutschland:
- Mindestalter 18 Jahre
- keine gesundheitlichen Bedenken
- Beachtung des Mindest-Hb-Wertes
- Mindestkörpergewicht 50 kg
- Ruhezeit von 56 Tagen zwischen den Blutspenden
- Höchstspenden: Frauen 4 x pro Jahr / Männer 6 x pro Jahr
AUSSCHLUSSKRITERIEN u. a. in Deutschland:
- Tattoos/Piercings innerhalb der letzten 4 Monate
- Promiskuitivität (häufige sexuelle Kontakte mit häufig wechselnden oder parallel mit mehreren Partnern)
- intravenöse Drogenabhängigkeit
- Tropenaufenthalte in den letzten 6 Monaten
WO KANN BLUT GESPENDET WERDEN?
In größeren Städten gibt es private und kommunale Blutspendedienste, organisiert von Kliniken, Deutsches Rotes Kreuz etc.
In kleineren Gemeinden gibt es auch häufig noch das Blutspendemobil oder z. B. in Schulen und Turnhallen Blutspendetage.

SICHELZELLANÄMIE
Die Sichelzellanämie ist eine seltene und schwerwiegende Erbkrankheit lenken, die jedes Jahr an ca. 300.000 Kinder vererbt wird.
Die Vererbung erfolgt dann, wenn beide Eltern eine Erbanlage für Hämoglobin S (HbS) weitergegeben haben.
Statt des gesunden Blutfarbstoffs Hämoglobin A (für "adult") wird dann in den roten Blutkörperchen Hämoglobin S gebildet. Dadurch verformen sich die eigentlich runden Blutkörperchen zu sichelförmigen Gebilden. Diese Blutkörperchen sind hart und sperrig, weshalb die Gefahr besteht, dass sie überall im Körper Blutgefäße verstopfen und alle Organe des Körpers können dadurch schwer geschädigt werden.

Neben chronischen Aspekten, z. B. Anämie (Blutarmut), treten immer wieder sogenannte Schmerzkrisen in unterschiedlichen Bereichen des Körpers auf, die eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen.
Die Ursache der Schmerzen ist eine Verklumpung der Sichelzellen mit anderen Zellen in den Blutgefäßen, das Blut kann deshalb nicht gut fließen.
Auch die Versorgung anderer Organe kann in Mitleidenschaft gezogen werden, mit der Folge von verschiedenen Organschäden, lebensbedrohlichen Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen, Nieren-, Lungen- und Herzprobleme, Müdigkeit, Anfälligkeit für Infektionen, langsames Wachstum und Sehschwierigkeiten.
Seit 2021 gibt es eine neue Patienten-App, mit der Patienten und Familien nicht nur den eigenen Gesundheitszustand dokumentieren, sondern sich auch mit anderen Betroffenen austauschen können.
Um den Einstieg zu erleichtern, erhält jedes neue Mitglied dieser App einen Community Manager und einen ebenfalls Betroffenen als Mentor an die Seite gestellt. Beide können bei Fragen unterstützen.

ALTERS-DEPRESSION
Die Depression ist eine psychische Störung mit Zuständen psychischer Niedergeschlagenheit als Leitsymptom.
Neben den dementiellen Erkrankungen gehört die Depression zu den häufigsten Erkrankungen im höheren Lebensalter.
Das Suizidrisiko steigt in zunehmenden Alter, besonders bei Männern.
Auch wenn sich die Altersdepression nicht von einer Depression in jüngeren Alter unterscheidet, so wird sie im Alter allerdings leider oft nicht oder gar zu spät erkannt. Bei einer Altersdepression können nämlich auch Sprech- und Denkhemmungen auftreten, die oft mit einer Demenz verwechselt werden. Depressive Patienten sind aufgrund der Konzentrationsstörungen leicht überfordert , was sich in Aussagen wie “Ich weiß nicht” oder “Ich kann gerade nicht” äußern kann. Depressive Menschen sind allerdings i. d. R. nicht desorientiert und können durchaus Datum und Tageszeit richtig angeben.
Ursachen einer Altersdepression:
Die Ursachen werden in einem Wechselspiel zwischen biologischen und psychosozialen Faktoren gesehen:
- genetische Anfälligkeit
- Verlust des Lebenspartners oder nahestehender Menschen
- Überforderung wegen Verlust der Selbständigkeit
- Einsamkeit und soziale Isolation
- Wegfall der Routine beim Eintritt in den Ruhestand
- Medikamente
- Hormonumstellung in den Wechseljahren
- Finanzielle Unsicherheit
Verlauf einer Altersdepression:
Menschen mit Altersdepression sollten unbedingt behandelt werden, denn eine Nichtbehandlung birgt die Gefahr einer chronischen Erkrankung, die die Lebensqualität der Betroffenen noch stärker einschränkt und sogar zum Suizid des Depressiven führen kann.
Eine Therapie schafft in vielen Fällen Abhilfe, denn die Altersdepression gilt als heilbar.
Wie kann Menschen mit Altersdepression geholfen werden?
Der Arzt wird nach der Diagnose “Altersdepression” mit dem Patienten über eine individuell passende Therapie sprechen, z. B.
- Psychotherapie
- medikamentöse Behandlung
- Lichttherapie, Elektrokrampftherapie, Ergotherapie
Als Angehörigen können Sie folgendes tun:
- Nehmen Sie die Gefühle ernst und hören Sie zu!
- Bieten Sie Ihre Hilfe nach der Suche eine Therapeuten an.
- Ermutigen Sie zur sozialen Integration (Aktivitäten).
- Achten Sie auf einen strukturierten Alltag.
- Gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung.
- Gut eingestellte Brillen und Hörgeräte.

THROMBOSE
Wussten Sie, dass einer von vier Menschen an den Folgen einer Thrombose stirbt?
Noch immer wird die Gefahr einer Thrombose oft unterschätzt und zu wenig sind die Risikofaktoren oder Symptome einer Thrombose bekannt.
Was ist eine Thrombose?
Bildet sich in einer Vene ein Blutgerinnsel und verstopft diese, spricht man von einer Venenthrombose.
Löst sich dann ein Stück dieses Blutgerinnsels und gelangt mit dem Blutstrom in die Lunge, entsteht
eine Lungenembolie, die tödlich sein kann.
Symptome für eine Thrombose und Lungenembolie:
- Schmerzen in der Wade oder im Arm
- Schwindel/Kollaps
- Überwärmung des Beins oder des Arms
- Schneller Puls
- Blaufärbung der Haut und geschwollene Knöchel
- Speziell bei Lungenembolie: Atemnot, Engegefühle, Bluthusten
Risikofaktoren:
- Unfallbedingte Verletzungen
- operative Eingriffe
- längere krankheitsbedingte Bettlägerigkeit
- Ruhigstellung eines Beins (Schiene, Gips)
- Hohes Lebensalter
- Übergewicht
- mangelnde Bewegung
- bereits vorhandene Venenerkrankungen (Krampfadern), Venenentzündungen, Thrombosen
- Häufige Thrombosen in der Familie
- erbliche Blutgerinnungsstörungen (z. B. Faktor-V-Leiden)
- COVID-19-Erkrankung
- Einnahme östrogenhaltiger Kontrazeptiva (Pille) oder anderer Hormonpräparate
- Krebserkrankung (4-7fache Erhöhung des Thromboserisikos)
Thrombose-Vermeidung:
- Wenn auf Sie Risikofaktoren zutreffen, lassen Sie Ihr Thrombose-Risiko untersuchen
- Bleiben Sie in Bewegung!
- Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs.
- Gehen Sie oft spazieren.
- Treiben Sie regelmäßig Sport.
- Entlasten Sie Ihre Venen durch Hochlegen der Beine, das erleichtert den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
- Vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen in beengender Position.
- Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit
- Achten Sie auf Ihr Gewicht
- Rauchen Sie nicht!
- Nehmen Sie regelmäßig die Ihnen verordneten Medikamente ein.
- Gehen Sie bei Schmerzen sofort zu Ihrem Arzt, bzw. rufen Sie den Notarzt!

NIEREN
Die Nieren sind Hochleistungsorgane, deshalb sollte man sehr gut auf sie Acht geben!
Täglich leisten Nieren Schwerstarbeit. Sie filtern unser Blut, reinigen unsere Körper von Giftstoffen und End- produkten des Stoffwechsels, produzieren wichtige Hormone, regeln den Blutdruck und vieles mehr.
Man merkt erst, wie wichtig die Nieren für unser Wohlbefinden sind, wenn die Nieren nicht mehr problemlos funktionieren. Ist die Nierenfunktion gestört, sind Folgeerkrankungen möglich, die das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall erhöhen und eine Dialysebehandlung erforderlich machen können. Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzerkrankungen können die Nieren ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen.
- 10 Tipps zum Schutz der Nieren:
- Tägliche Bewegung - mind. 30 min.
- Das Gewicht im Normalbereich halten.
- Alkoholkonsum einschränken.
- Gesunde und ausgewogene Ernährung.
- Nichtraucher werden/bleiben.
- Einnahme von frei verkäuflichen Schmerzmitteln nur in Ausnahmefällen.
- Blutdruck im Auge behalten.
- Blutzuckerwert regelmäßig kontrollieren.
- Die Nierenwerte eGFR und UACR kennen.

HEPATITIS
Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die durch verschiedene Ursachen wie Viren, Toxine oder Autoimmunerkrankungen hervorgerufen werden kann.
Hepatitis bezeichnet eine Entzündung des Lebergewebes, die durch verschiedene Faktoren verursacht werden kann.
Ursachen:
- Viren
- Bakterien
- Alkohol
- andere Drogen
Varianten:
- Hepatitis A
- Hepatitis B
- Hepatitis C
- (sowie Hepatitis D und E)
Während Hepatitis A von alleine abheilt, können Hepatitis B und C chronisch werden und bei Nichtbehandlung auf lange Sicht schwere gesundheitliche Folgen haben und lebensbedrohlich werden.
Hepatitis A:
- Hepatitis A ist die häufigste Form der Virus-Hepatitis und am wenigsten bedrohlich.
- Übertragung fäkal-oral, z. B. durch verunreinigte Lebensmittel und Trinkwasser oder Kontakt- und Schmierinfektion
- Es verursacht eine akute Leberinfektion, wird aber nicht chronisch
- Einmal infiziert, ist man gegen eine erneute Ansteckung immun
- Man kann sich gegen Hepatitis A impfen lassen
2 - 4 Wochen nach der Ansteckung können grippeähnliche Beschwerden auftreten. Im weiteren Krankheitsverlauf färbt sich in vielen Fällen der Urin dunkel, der Kot hell. Es kommt zu einer Gelbfärbung der Haut und Augen und evtl. zu Juckreiz. Nach einigen Wochen heilt die Infektion von alleine aus.
Hepatitis B:
- Hepatitis B wird durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen, die z. B. beim Sex eine Rolle spielen
- Hauptübertragungswege sind Sex und Drogenkonsum mit verunreinigten Spritzen und Zubehör
- Die Infektion wird i. d. Regel zu 5 - 10 % chronisch, bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem häufiger
- Durch eine Impfung lässt sich die Hepatitis B sicher verhindern.
Zwischen Ansteckung und Erkrankung vergehen ca. 2 - 3 Monate. Die Krankheit verläuft unterschiedlich, von keinen oder nur geringen grippeähnlichen Krankheitszeichen bis zu ernsten Beschwerden.
Eine Hepatitis B, die chronisch geworden ist, muss behandelt werden, sonst kann es zu schweren Verläufen bis hin zu Leberversagen kommen.
Hepatitis C:
- Hepatitis C wird durch Blut übertragen, z. B. bei Drogengebrauch, seltener beim Sex
- Hepatitis C wird meist chronisch
- Die Erkankung kann in 95 % der Fälle geheilt werden, die Behandlung ist gut verträglich und dauert max. 3 Monate
- Es gibt keine Impfung gegen Hepatitis C
- Man kann sich jederzeit wieder neu anstecken.
Zwischen Ansteckung und Erkrankung vergehen 3 Wochen bis 6 Monate. Nur in wenigen Fällen kommt es zu grippeähnlichen Symptomen.
Bei einem Drittel der Infektionen kommt es zu einem aggressiven Verlauf = Leberentzündung, Leberzirrhose, Leberversagen, Leberkrebs etc. Selten sind auch Speichel- drüse, Nieren oder Blutgefäße betroffen.

ERSTE HILFE
Die Erste Hilfe umfasst lebensrettende Sofortmaßnahmen, die im Notfall angewendet werden, um die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe zu überprüfen.
Grundlegende Maßnahmen können Leben retten.
Deshalb raten wir dazu, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um sich mit den Techniken vertraut zu machen und die Kenntnisse stets zu vertiefen.
Die wichtigsten Schritte:
RUHE BEWAHREN
Versuchen Sie, ruhig zu bleiben. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation.
UNFALLSTELLE SICHERN
Stellen Sie sicher, dass weder Sie noch andere Personen in Gefahr sind.
NOTRUF ABSETZEN
Rufen Sie die Notrufnummer an und geben Sie genaue Informationen über den Notfall.
BEWUSSTSEIN PRÜFEN
Sprechen Sie die Person an und schütteln Sie sie leicht. Reagiert sie nicht, ist sie bewusstlos.
ATMUNG PRÜFEN
Überprüfen Sie, ob die Person normal atmet. Falls nicht, beginnen Sie mit der Wiederbelebung.
WIEDERBELEBUNG
Führen Sie 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungenim Wechsel durch, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Diese grundlegenden Maßnahmen können Leben retten.
Bei einem Erste-Hilfe-Kurs lernen Sie nicht nur diese Basics, sondern erhalten auch hilfreiche Informationen, wie man Situationen erkennt und richtig handelt.

HERZ
Das menschliche Herz ist ein komplex aufgebautes Hohlorgan. Es sorgt als Pumpstation für den lebensnotwendigen Blutfluss und mit seiner rhythmischen Bewegung, dem Herzschlag, für die Blutversorgung des Körpers.
Um diese wichtige Aufgabe zu vollbringen, ist das Herz raffiniert konstruiert. Es besteht aus Herzkammern und -klappen und einem verzweigten System aus Venen und Arterien.
Wir möchten auf verschiedene Herzereignisse aufmerksam machen.
Symptome:
- Beschwerden, z. B. Schmerzen in der Brust
- Gefühl der enge, des Drucks, der Beklemmung
- unregelmäßiger Herzschlag
- sehr schneller Puls in Ruhe
- Schwindel oder Ohnmacht (kurze Bewusstlosigkeit)
- Schwellungen in den Beinen, Knöcheln und an Füßen
- Flüssigkeitseinlagerungen im Bauchraum (Aszites)
- Müdigkeit und unerklärliche Schwäche
HERZINFARKT:
Bei akutem Herzinfarkt sind typische Beschwerden:
- Plötzlich einsetzende starke Schmerzen (länger als 5 min. in Ruhe, überwiegend im Brustkorb).
- Schmerzen, die in Arme (meist links), Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder Schulterblätter ausstrahlen.
- Massives Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb.
- Heftiges Brennen im Brustkorb.
- Oftmals verspüren Frauen eher ein Engegefühl, begleitet von Rücken- und Oberbauchschmerzen, die
häufig mit Magenschmerzen verwechselt werden
ENTGLEISENDE HERZSCHWÄCHE:
Gefahr droht, wenn sich die Herzleistung plötzlich
verschlechtert und es dem Herzen nicht gelingt, die verminderte Pumpleistung auszugleichen.
- Ungewöhnliche Atemnot auch bei leichter Belastung.
- Merkliche Abnahme der Leistungsfähigkeit, z. B. beim Treppensteigen und bei Steigungen.
- Neu auftretende oder sich verschlimmernde Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln.
- Deutliche und schnelle Gewichtszunahme (2 kg / 2 Tagen) oder des Bauchumfangs.
- Beschleunigter Puls, Herzrasen, erhöhte Atemfrequenz.
PLÖTZLICHER HERZTOD:
Bei jedem zweiten Betroffenen treten Tage bis Stunden vor dem plötzlichen Herztod typische Vorboten auf:
- Brustschmerzen und/oder Luftnot
- Herzrasen mit Einschränkung der Belastbarkeit
- hartnäckiges Herzstolpern
- kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)
- Schwindelanfälle mit drohender Bewusslosigkeit
- stark erhöhter Blutdruck ohne akute Belastung
- Krampfanfälle
Bei einem plötzlichen Herzstillstand ist eine sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung entscheidend.
BLUTHOCHDRUCKKRISE:
Eine Bluthochdruckkrise ist ein ernsthafter medizinischer Zustand, bei dem der Blutdruck extrem hoch wird (über 180/100 mmHg). Es sollte immer die 112 gerufen werden, wenn zu dem plötzlichen Bluthochdruck mindestens eines der genannten Symptome auftritt:
- Brustschmerzen (Schmerzen, Brennen, Druckgefühl)
- Atemnot
- starkes Schwindelgefühl (evtl. incl. Kopfschmerzen)
- Seh- oder Sprechstörungen (neurologische Ausfälle)
- Übelkeit und Erbrechen
- Nasenbluten
- Benommenheit
- Krampfanfälle
- Lähmungserscheinungen














